… und die Frauen

Das … kann man durch eine ganze Menge Vokabeln ersetzen. Fangen wir mal mit dem derzeit Naheliegendsten an: Fußball. Bei Dr. Oetker hat das viel mit Kuchen, Frauen am Herd und Männern im Feinripp vor dem Fernseher zu tun. Andere erklären Abseits mit H&M Shoppingtouren. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte. 

Zugegebenermaßen interessiert mich Fußball kaum. Aber das hat wohl wenig damit zu tun, dass ich eine Frau bin. Vielleicht hat es einfach damit zu tun, dass mich Fußball nicht interessiert. Was Abseits ist, weiß ich trotzdem. Auch ohne Shopping-Kassen-Vergleich. Und Lust auf sexistische Kackwerbung habe ich seltsamerweise auch nicht.

Apropos sexistischer Kack: federführend in diesem Feld sind einige Barbiere. Weil Männer eben auch mal einen Rückzugsort brauchen. Schließlich gibt es exklusiv für Frauen auch Olivia Jones´Menstrip Bar. Öh, ja. Dass der Vergleich hinkt, muss ich wohl nicht speziell erwähnen. Ähnlich wurde mir das aber auch erklärt, als ich aus dem Barbiersalon herauskomplimentiert wurde, den mein Freund unglücklicherweise noch immer aufsucht. Er geht da wegen seines Bartes hin. Nicht wegen der Männersachen, die sie da machen. Was auch immer das sein soll.

Vielleicht bin ich jetzt ja seltsam, aber ich will auch keine Frauensachen mit Frauen machen. Ich mag keine Mädelsabende. Oder Frauenrunden in denen wir dann mal alle über die Ungerechtigkeit der Welt lamentieren und eine Party nur für und mit Frauen organisieren. Was ein Schwachsinn. Da will man unbedingt gleichberechtigt werden, kriegt es aber selber auch nicht hin. So wird das doch nie was.

Mal ehrlich: was soll diese selbstauferlegte Beschränkung? Ich umgebe mich nun mal einfach gerne mit Menschen, die ich mag. Das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung, Herkunft, Hautfarbe und all das interessiert mich dabei herzlich wenig. Vielleicht bin ich auch einfach zu dumm, aber ich kapier´s nicht. Was genau sind die Unterschiede denn jetzt? Und warum sind die so wichtig?

Wenn jemand in seinem Job besser ist, dann arbeite ich mit dem zusammen. Und dabei ist es doch nicht mal zweit- sondern einfach überhauptnichtrangig, ob das nun ein Mann, eine Frau oder irgendwer außerhalb des binären Systems ist. Denn: primäre Geschlechtsorgane haben nun mal einfach nichts mit Wissen, Können oder eben Nicht-Wissen zu tun.

Steile These, die ich jetzt nicht mal mit einer Studie belegen kann. Verdammt. Aber: ich kenne niemanden, der mit seinem primären, äußerlich herabhängenden Geschlecht Fußball spielt. Bei meiner Suche nach Frauen, die ihre Brüste zur Herstellung von Rührteig verwenden, bin ich hingegen nur auf Rezepte für Herztorten mit Marzipanbrüsten aufmerksam geworden. Echt jetzt? Im Zeichen der Gleichberechtigung scheint es aber auch eine Menge Menschen zu geben, die gerne Penistorten essen oder herstellen.

Und was sagt uns das alles? Genau. Denkt mal drüber nach.

 

 

P.S. Ich kann nicht backen.

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