DIY: So stopfe ich ein Sommerloch

Mitte August und über uns schwelt es bedrohlich… das SOMMERLOCH. Fuck. Was tun? Die Medienlandschaft stürzt sich da gerne auf Tiere, die das Ganze richten sollen. Braunbären in deutschen Wäldern, ein Kaiman im Baggersee, ein Schwan, der ein Tretboot liebt. Sehr possierlich.

Wenn das auch nicht mehr hilft, dann gibt es immer noch bizarre Gesetzesentwürfe und Forderungen. Deo-Pflicht für Mitarbeiter, mit offiziell berufenen Schnüfflern… im doppelten Wortsinn.

Man kann also festhalten: normalerweise wird das Sommerloch mit gleichermaßen absurden, wie witzigen Dingen gestopft. Dieses Jahr kündigt sich da was ganz anderes an.

Wahrscheinlich muss weder ein Tier noch ein übelriechender Kollege dran glauben. Die Politik scheint es zu richten. Und leider nicht auf unterhaltsame, sondern zutiefst erschütternde Art und Weise. Werfen wir mal einen Blick auf die Kandidaten:

  1. Horst Seehofer: zumindest hat er noch den See im Namen. Klingt sommerlich und entspannt. Aber damit hört sich das Positive auch schon wieder auf. Zurücktreten, doch nicht zurücktreten. Dann doch ernsthaft, schamlos feiern, wenn Menschen ausgewiesen werden. Echt, fuck you. Best Case Szenario: stopft das Sommerloch mit der Nachricht, dass er zurücktritt und macht es auch tatsächlich wahr. Seine Parteifreunde rufen den alten Fahrschul-Slogan „rechts vorbei ist voll daneben“ als Parteigrundsatz aus und bügeln den Bockmist aus, den er verursacht hat, mit dem Versuch, die AfD auszubooten.
  2. Donald Trump: lassen wir uns einfach überraschen, was ihm als nächstes einfällt. Lange warten müssen wir wohl kaum. Worst Case Szenario: zusammen mit einigen anderen Knallchargen startet er einen Atomkrieg. Mal sehen, ob er bei den Bombardierungen dann auch „America first“ fordert.
  3. AfD: eigentlich auch eine sichere Bank, was abstruse Meldungen angeht. Wenn es nur nicht so menschenverachtend wäre, könnte man ja fast lachen. Leider bleibt einem bei den Wahlergebnissen das Lachen im Hals stecken. Best Case Szenario: Es ist so wenig los, dass die Bildzeitung ausschweifend darüber berichtet, dass sich Alexander Gauland endlich eine neue Krawatte gekauft hat. Überschrift wäre dann wahrscheinlich „Hey Super-Gau(land)“ oder ähnliches.

Die Liste ließe sich ja nahezu unendlich weiterführen. Oh Mann, ich will die Zeit zurück, in der in China ein Sack Reis umfiel und das Ganze nicht gleich für Strafzölle oder eine Weltwirtschaftskrise sorgte.

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