Charakterstudien

Was hat die Überschrift jetzt noch gleich mit dem angekündigten Thema zu tun? Und was war überhaupt angekündigt? Ich wollte mich mal wieder dem eigentlichen Grund für diesen Blog widmen. Meiner Tätigkeit als Freelancer. Um genau zu sein, meinem letzten Großprojekt. Und das ist?

Wein. Der Kontakt kam über den Kollegen aus meinem tollen Büro zustande. Ich werde nie wieder was gegen Networking sagen… vielleicht. Jedenfalls habe ich so Wolfram vom Weingut Gratz kennengelernt. Er war auf der Suche nach jemandem, der ihm die Texte für seine Website schreibt, seine Social Media Kanäle (Corporate BlogFacebook, Instagram, Twitter und Pinterest) betreut und mit dem Gestalter Flyer und anderes Werbematerial umsetzt, Events plant und generell kreativ hohldreht.

Klingt total nach meinem Ding. Einzig: ich trinke kaum Alkohol. Und kaufe Wein nach Etikett, da ich sonst keinerlei Anhaltspunkte habe. Kurz: ich habe absolut keine Ahnung. Und damit glücklicherweise genau Wolframs Nerv getroffen. Was er nicht wollte, waren Winzerklischees. Was er bekam waren Gesichter und Vitae zu seinen Weinen, die jetzt mehr an Menschen, als ein Getränk erinnern.

Von meiner Nachbarin habe ich ein Album mit Zigarrenbildchen von Stummfilmstars der 20er Jahre geerbt. Die wurden Ausgangspunkt unserer Überlegungen. Und plötzlich waren der Merlot, der Cabernet und der Cuvée nicht mehr nur hervorragende Rotweine (ich weiß es, ich habs probiert), sondern Typen mit eigenen Charakteren und dem ein oder anderen Spleen. Die Idee kam an und seither sprechen wir über die drei Roten auch intern eher menschlich.

Präsentiert wurden die Weine und das Weingut mit einer Premierenfeier zur offiziellen Eröffnung des Webshops. Die fand – dem Anlass angemessen – in einer Kunstschmiede statt. Weinbar kann schließlich jeder. Und wenn zwei Kunsthandwerke aufeinandertreffen, kann ja nur was Interessantes dabei herauskommen.

weinflaschen_beleuchtetFür die Dekoration bestellten wir Weinkisten, die modular zu Regalen, Tischen… zusammengesetzt werden können, stellten Leinwandbilder unserer Charaktere her und verwandelten leere Weinflaschen in kleine beleuchtete Kunstwerke, die unsere Gäste am Liebsten mit nach Hause genommen hätten. Die Pressemappe bekamen die Journalisten auf einem Korken-USB-Stick.

Wolfram stellte sein Weingut und die drei Jahrgangsweine vor und Martin, der Schmied, erläuterte seine Arbeiten. Die Weine gab es natürlich auch zu verkosten. Und sie durften auch noch anderweitig zu Wort kommen. Denn jeder Wein hatte seine eigene Playlist mit Lieblingssongs… die ich ausgewählt habe. Und da soll nochmal jemand sagen, dass man sich von Dingen fernhalten sollte, von denen man keine Ahnung hat.

Mit der Erfahrung der vergangenen vier Monate plädiere ich mehr denn je dafür, auch mal einen Sprung ins kalte Wasser oder den wohl temperierten Wein zu wagen. Wie das bei mir genau aussah, welche Aufgabengebiete ich übernommen habe und was daraus geworden ist, erfährt der geneigte Leser in dieser Referenzübersicht.

Und welche Musik unsere Charaktere jetzt so hören? Einfach das jeweilige Bild anklicken. Viel Spaß.

m-merlot_typ

Merlot –
Die Grand Dame

c-cabernet_typ

Cabernet –
Der tiefrote Kavalier

x-cuvee_typ

Cuvée –
Die Femme Fatale

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s