Nicht weinen…

Gilette macht eine Werbung über toxische Männlichkeit und diejenigen, die sich – offenkundig zurecht – angesprochen fühlen, heulen rum. Wer sind jetzt die Snowflakes, Freunde?

Apropos Freunde: in einer gewissen Zielgruppe hat sich Gilette damit wohl nicht gerade Viele mit dieser Werbung gemacht. Aber waren die überhaupt gemeint? Denn seit Mann Vollbart trägt und Frau sich immer noch die Beine, Achseln und den Damenbart rasiert, gibt es da schließlich noch diese andere Zielgruppe, die vielversprechend ist. Und die man nicht nur über Venus Werbung an langen weißen Sandstränden einfangen kann. Jetzt wird also mit Nassrasierern Jagd auf Feministinnen mit unhaarigen Beinen gemacht.

Gilette ist vermutlich nicht im Geringsten überrascht über die heftigen Reaktionen, die ihr Werbespot ausgelöst hat. Millionen Klicks auf Youtube, das Geschrei groß und Spiegel, Welt, Frankfurter Rundschau und ganz viele andere berichten. Ganz kostenfrei, aber sicher nicht umsonst. Ach, und nebenbei auch noch Image aufpoliert, ganz weit weg vom „alten weißen Mann“ dem aktuell heißgeliebten und maximal ausgelutschten Feindbild Nummer eins (wieso ist schwarz-weiß-Denken eigentlich gerade an allen Fronten so unglaublich beliebt?).

Also Gilette: Respekt für diesen grandiosen Werbeschachzug. Aber ich muss euch nicht glauben, dass euch Gleichberechtigung ernsthaft über Verkaufszahlen hinaus interessiert, oder?

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