Sommer im Büro

Wer sitzt bei dem Wetter schon gerne am Schreibtisch? Zumindest hier scheint die Sonne und alles schreit nach See. Fieser Fallstrick für den gemeinen Freelancer. Schließlich kann ich mir meine Zeit selbst einteilen. Da könnte ich heute doch mal… und morgen.

Der deutsche Sommer ist schließlich so kurz (naja, außer 2018 vielleicht). Aber bei Regenwetter oder schlimmer noch winterlich-dunklem Matschwetter will man doch eigentlich auch lieber daheim im Bett oder auf dem Sofa bleiben. Denkt gerade noch jemand an das Bedingungslose Grundeinkommen?

Aber mal ehrlich: eigentlich mache ich meinen Job ja gerne. Ich habe ihn mir schließlich selbst ausgesucht. Und ich will ihn gar nicht aufgeben, um die Sommer am See und die Winter im Bett zu verbringen. Der Gedanke langweilt mich jetzt schon. So viele Bücher gibt es gar nicht zu lesen oder zu schreiben.

Deswegen mache ich mir mein Büro zu dem Ort, an dem ich gerne sein möchte. Denn das kann ich auch. Ich muss mich nicht arrangieren und meinen Arbeitsplatz mit Leuten teilen, die ich eigentlich gar nicht ausstehen kann.¹ Ich kann sie mir aussuchen. Genau wie die Räumlichkeiten, in denen ich meinen Laptop auspacke. Mein Bürokollege ist toll. Unsere Bürogemeinschaft mit riesiger Glasfront ebenso. Übrigens: wir sind noch auf der Suche nach Verstärkung. Interesse? Dann schreib mir.

Ein kühles Getränk, Schuhe aus, alle Fenster und Türen auf und die Musik, die mir das Maifeld Derby² mal wieder auf dem Silbertablett serviert hat auf volle Lautstärke. Zum Glück bin ich ja multitaskingfähig. Da gehen auch De Staat und Blogbeiträge verfassen. Die Nachbarn danken es mir. Endlich hören sie mal gute Musik.

Plötzlich fühlt sich die Arbeit gar nicht mehr so sehr nach Arbeit an und geht auch flüssiger von der Hand. Bevor man es sich versieht ist Abend, hell und noch immer genug Zeit für See, Picknick am Neckar oder ein Hörspiel unter dem Sternenhimmel. Ist doch alles gar nicht so schlimm. Sommer rockt halt. Auch im Büro.

 

 

¹ Wenige Dinge haben mich im Arbeitsleben mehr verängstigt, als der Arschlochkollege, der m.E. irgendwann und irgendwo mal auftauchen muss. Bisher war die Angst dankenswerterweise unbegründet, wie man hier nachlesen kann.

² Die Playlist mit meinen neuen musikalischen Entdeckungen, Erweckungen und alten Lieben kommt dann wohl nächsten Montag.

Photo: sabri ismail // Pixabay

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